Gelesen/// Emily Bronte "Sturmhöhe"

Wenn man Kurzbeschreibungen liest, dann sagen die meistens, es ist eine tragische Liebesgeschichte. Und ja, das trifft es ganz gut. Ich habe das Buch schon einmal vor etlichen Jahren gelesen, konnte mich aber nicht mehr daran erinnern, worum es wirklich ging und nachdem ich die ersten 100 Seiten gelesen hatte, war ich wirklich schockiert wie düster das Buch ist.


Das Buch ist eigentlich eine Familiengeschichte der Lintons und Earnshaws, die in den Mooren Yorkshires leben. Die Earnshaws bewirtschaften Wuthering Heights (Sturmhöhe) und dazu gehört das Herrenhaus der Lintons Thrushcross Grange. Der alte Earnshaw bringt eines Tages nach einem Aufenthalt in Liverpool den Waisen Heathcliff mit, dieser freundet sich mit seiner Tochter Cathy an. Die beiden verbindet eine tiefe Freundschaft und später auch Liebe, doch Cathy heiratet Edgar Linton und stirbt kurz darauf. Darauf beschließt Heathcliff beide Familien zu vernichten.
Ich fand es tatsächlich ganz schwer fürs Gemüt dieses Buch zu lesen, weil es wirklich ganz grausam ist wie Heathcliff seinen Rachefeldzug ohne Rücksicht vollzieht. Man kann nicht mal Mitleid mit ihm haben, weil er selber so grausam gegenüber seiner Mitmenschen und seinem eigenen Sohn ist. Das hat Emily Bronte wirklich wunderbar eingefangen, diese menschliche Grausamkeit und Rücksichtslosigkeit. Auch bei den anderen Charakteren versucht sie nicht deren Vorzüge in den Vordergrund zu stellen, sondern vor allem deren charakterlichen Schwächen.
Ein wirklich wunderbar geschriebenes Buch. Ich habe es genossen und es grenzt sich von den Büchern dieser Zeit ab und das macht es so besonders, finde ich.

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