Geburtsbericht unserer Tochter Elisabeth Anni




Elisabeth Anni kam am 16.09.2016 um 16:14 Uhr zur Welt – drei Tage vor ihrem errechneten Geburtstermin. Am Montag, den 12.09.2016 hatte ich einen Vorsorgetermin bei der Frauenärztin. Das CTG hat Wehen aufgezeichnet, aber die Ärztin meinte auch, dass noch so viel Fruchtwasser im Bauch ist und dass das noch eine Weile dauern könnte. Muttermund hat sie nicht kontrolliert, aber er war noch zu, wie ich im Nachhinein weiß. Die Kleine hatte da auch schon ein Schätzgewicht von 3900gr, wobei sie das Gewicht nicht richtig messen konnte, weil die Kleine ziemlich groß war. Nach dem Termin war ich ziemlich enttäuscht, dass sich noch nicht wirklich was getan hatte und ich über den Termin gehen werde. Ich hatte wirklich Angst, dass sie doch viel viel größer und schwerer ist und die Geburt für mich ganz schrecklich werden würde. Die nächsten Tage war es ziemlich heiß und wir haben versucht uns zu entspannen, Sascha hatte auch schon Urlaub und so haben wir viel auf der Couch entspannt und gegrillt. Ich hatte auch immer wieder Wehen, allerdings waren die nicht schmerzhaft und ich dachte, dass das weiterhin Übungswehen sind. 

Am Donnerstag, den 15.09.2016 haben wir abends gegrillt und ich habe gemerkt, dass mir mein Rücken sehr weh getan hat und die Wehen auch leicht in den Rücken ziehen. Aber das das ein Indiz dafür war, dass es demnächst losgeht, drauf wäre ich nicht gekommen. Ich bin in die Badewanne, was auch wirklich entspannend war und dann ziemlich zeitig gegen 22 Uhr ins Bett gegangen und bin gegen 2 Uhr aufgewacht, weil ich Wehen hatte. Ich bin dann erst einmal auf die Toilette und habe gesehen, dass ich leicht Schleim verliere und meine Verdauung hat sich auch vorbereitet und meinen Körper ordentlich entleert. Ich habe dann erst einmal versucht mich wieder schlafen zu legen, aber das ging dann nicht mehr. Sascha ist daraufhin auch aufgewacht und hat gefragt, ob alles ok ist, und ich meinte nur, ich habe Wehen, weiß aber nicht, ob es jetzt losgeht. Er solle noch schlafen, ich würde erst einmal runtergehen und auf meinen Pezziball Entspannungsübungen machen. Da die Wehen meiner Meinung sehr regelmäßig kamen, was neu für mich war im Vergleich zu denen die Tage davor, aber ich sie mit meiner App gemessen und laut der hatte ich alle 3-4min Wehen. Ich war ziemlich unsicher, wann wir losfahren sollten, weil ich mir einfach nicht sicher war, ob es jetzt losgeht, aber ich hatte auch Angst zu Hause zu sein, also habe ich Sascha um 4 Uhr aufgeweckt und meinte zu ihm, dass ich gerne losmöchte. Ich bin dann schnell duschen gegangen und Sascha auch und wir sind gegen 5 Uhr los. Ich fand auch meine Wehen schon wirklich schmerzhaft, aber ich konnte sie noch super veratmen. Im Krankenhaus sind wir dann erst einmal für eine Stunde ans CTG, das hat auch regelmäßig die Wehen aufgezeichnet. Und die Hebamme hat mich untersucht und meinte, der Gebärmutterhals ist noch bei 1cm und der Muttermund auch. Sie war sich nicht ganz sicher, ob ich Fruchtwasser verliere, der Test war nicht eindeutig und ich solle auf die Ärztin warten. 

Danach sind wir in die Lounge und haben auf die Untersuchung der Ärztin gewartet, das hat ne Weile gedauert und ich habe gemerkt, dass meine Wehen wirklich stärker wurden. Ich kam mir auch ein wenig mimosig vor, aber für mich war es wirklich schwer die Wehen zu veratmen. Wir sind dann gegen 09:30 Uhr zur Ärztin, die hatte noch mal einen Fruchtwassertest gemacht und auch einen Ultraschall und meinte, dass ich kein Fruchtwasser verliere, das mein Gebärmutterhals aber nun verkürzt ist und der Muttermund bei 1-2cm. Das fand ich schon etwas frustrierend. Die Hebamme meinte, ob ich noch etwas rumlaufen möchte oder etwas essen und ich dachte wir könnten ja in der Kantine was essen. Der Weg dorthin war so anstrengend für mich und ich hatte schon so heftige Wehen, das mir immer schlecht wurde. Essen konnte ich auch nichts, ich hab nur an meiner Cola genippt. Wir sind dann relativ schnell zurück und ich bin wieder ans CTG gekommen und die Hebamme hat mir Buscopan und etwas gegen die Übelkeit gegeben, was beides keine Wirkung bei mir hatte. Sie fragte dann, ob wir in die Wanne wollten, was wir dann auch gemacht haben, das war gegen 11:30 Uhr. Das warme Wasser war wirklich entspannend, aber da es auch so ein heißer Tag war, wollte ich eigentlich auch Abkühlung. 

Trotzdem war ich etwa ne Stunde in der Wanne. Die Schmerzen wurden auch heftiger und ich habe Sascha gefragt, ob er die Hebamme noch mal wegen eines Schmerzmittels fragt. Ich habe gehofft, dass mein Muttermund schon 3cm offen war und ich eine PDA bekommen konnte. Als mich die Hebamme untersuchte, meinte sie aber, dass ich erst 2-3cm offen war und noch etwas warten müsse, dass sie mir aber ein anderes Schmerzmittel geben könne. Das hat sie mir dann auch in den Po gespritzt, das war etwa gegen 13:30 Uhr. Wir waren dann im Wehenzimmer und ich fand die Schmerzen nur noch schrecklich und wirklich schwer zu veratmen, ich musste dann auch mit einem Mal brechen und habe gar nicht so schnell die Spucktüte bekommen und die arme Hebamme musste alles wegwischen. Gegen 15 Uhr meinte ich dann zu Sascha, dass er die Hebamme bitten soll, dass sie mir was geben sollen und ich die PDA will, weil ich das nicht mehr aushalten konnte. Ich dachte nur, ich schaffe das jetzt nicht noch 10 Stunden, niemals. Als die Hebamme kam, die hatten gerade Schichtwechsel schaute sie noch mal nach und meinte, ja sie sind schon 8cm. Da wusste ich, das wird nix mehr mit der PDA, das haben die mir natürlich nicht gesagt, aber ich habe genügend Berichte gelesen und wusste, bis die PDA wirkt, ist das Kind da. Dann ging es auch relativ schnell, dass ich Presswehen bekommen hatte. Ich sollte die anfangs auch veratmen, was ich nicht konnte, weil sich mein Körper einfach zusammengepresst hatte und ich nicht anders konnte, als zu drücken. Die Hebamme meinte dann, dass wir es wohl nicht in den Kreissaal schaffen würden, aber als es dann doch etwas dauerte, haben sie mich umverlegt. Den Kopf rauszupressen war wirklich ein so schmerzhaftes Gefühl, das hat so gebrannt und ich dachte, niemals schaffe ich das. Ich habe auch nicht das Gefühl gehabt, dass es vorwärts ging. Ich glaube ich hatte etwa eine Stunde lang Presswehen, es kann auch kürzer gewesen sein, das weiß ich nicht mehr genau, aber Sascha meinte nur, er kann das Köpfchen und die Haare schon sehen und nach einer Wehe war der Kopf dann da und sie hat auch gleich geschrien wie am Spieß. Dann kam noch eine Wehe und der Körper war auch da. Und das habe ich wirklich gemerkt, wie sie aus mir rausgeflutscht ist. Sie haben sie dann auch gleich präpariert, dass Sascha die Nabelschnur durchtrennen konnte. Das ging sehr schnell, weil wir das Blut dem Krankenhaus gespendet haben. Und danach kam sie dann zu mir. Und dieses Gefühl, dein Kind auf der Brust zu haben, ist wirklich unbeschreiblich. Ich konnte einfach nur weinen, weil ich so glücklich war, dass erstens die Schmerzen vorbei waren und zweitens mein Baby endlich da war, auf das ich so lange gewartet habe. Das ist das beste Gefühl im ganzen Leben, ganz unwirklich, aber auch einfach so so schön und voller Liebe.

Die kleine Elisabeth Anni ist mit 4082gr und 56cm und einem Kopfumfang von 36cm geboren worden. Wir sind wirklich die glücklichsten Eltern der Welt, und freuen uns das wir nun eine richtige Familie sind und sie unser Leben komplett macht.

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