1. Woche mit der kleinen Elisabeth



Ich versuche so langsam wieder in meinen Rhythmus zu kommen und habe gerade endlich ein wenig Zeit, um über unsere erste Woche zu dritt zu berichten.
Elisabeth ist am Freitag, den 16.09.2016 geboren worden, meinen Geburtsbericht findet ihr hier. Die erste Nacht im Krankenhaus war ich mit Lissy alleine, weil an dem Tag so viel Hochbetrieb war und ich erst gegen 21 Uhr wusste, dass wir ein Familienzimmer bekommen werden und Sascha da schon nach Hause gefahren ist. Die Nacht war wirklich aufregend. Ich hatte sie bis nach 1 Uhr im Arm und konnte sie einfach nur anschauen. Sie war so klein und es war so ein unglaubliches Gefühl, dass sie nun bei uns ist. Ich habe dann irgendwann meinen Mut zusammengenommen und nach der Schwester geklingelt, vor allem, weil ich nicht wusste, wie ich sie jett am besten hinlege. Ich hatte einfach so Angst etwas falsch zu machen oder ihr weh zu tun. Da hatte ich sie 9 Monate im Bauch und sie war beschützt und auf einmal hatte sie nur noch mich. Wir haben sie dann ins Bettchen gelegt, schlafen konnte ich trotzdem nicht, weil ich immer gehorcht habe, ob sie noch atmet. Aber da sie nun nicht in meinem Arm war, konnte ich mich endlich etwas frisch machen und mir die Zähne putzen, das war ein herrliches Gefühl.
Sascha kam dann am Samstag morgen und hat sich um die Kleine gekümmert und sie auf seinen Bauch genommen und liebkost. So konnte ich duschen (es fühlte sich nie besser an) und ich habe versucht ein bisschen zu schlummern, was auch nicht wirklich funktionierte.  Die Tage im Krankenhaus waren wirklich heiß und im Zimmer kam kaum frische Luft. Wir sind beide ziemliche Kaltschläfer und auch unsere Lissy ist eine, wie sich herausstellte. Denn am Nachmittag hatte ich zu lange gestillt und die Kleine ist ganz heiß geworden. Darauf meinten die Schwestern, sie hat Fieber (wurde auch gemessen) und ich solle sie nicht so viel hochnehmen und am Körper halten, dass sie nicht so überhitzt. Ich war außer mir und konnte gar nicht aufhören zu heulen. Sascha ist dann noch zur Untersuchung mit ihr und sie haben vorsichtshalber Blut abgenommen um zu schauen, ob sie Entzündungsmarker hat, hatte sie nicht. Sie haben ihr dann auch zwei Mal Flaschennahrung gegeben, weil ich angeblich nicht genug Milch hatte. Das hat mich genervt, aber da sie das ruckzuck ausgetrunken hatte, hatte sie vielleicht wirklich Durst. Danach war der Aufenthalt im Krankenhaus für mich sehr stressig, weil ich immer Angst hatte, die Schwestern kommen mit Nahrung, sobald sie weint. Ich habe sie dann auch in der Nacht ins Mulltuch gepuckt und zwischen uns gelegt, obwohl man das nicht machen sollte, war mir aber egal, denn sie war dann ruhigch . Wir sind dann Sonntag nach der U2 aus dem Krankenhaus entlassen worden und waren gegen halb sieben am Abend zum ersten Mal alleine zu dritt zu Hause. Ich muss wirklich sagen, seit dem Moment, wo wir zu Hause waren, hatten wir ein ganz anderes Kind, ausgeglichen und zufriedener.
Die erste Nacht haben wir dann auch gleich einen großen Schreck bekommen, als Lissy in der Nacht gewürgt hatte und (zumindest dachten wir das) keine Luft bekam. Sascha ist ziemlich nervös geworden, aber zum Glück kam meine mütterliche Ruhe und ich habe sie auf die Seite und auf den Bauch gelegt und sie hat die Restmilch ausgespuckt. Nachdem der Schreck vorüber war, kamen auch bei mir die Tränen und meine Angst, dass ihr was passieren könnte. Das ist wirklich ganz ganz schlimm gewesen die ersten Tage. Wir haben die ersten zwei Nächte auch mit Licht geschlafen, weil ich sie einfach anschauen musste in der Nacht. Ich muss wohl nicht hinzufügen, dass ich wirklich kaum geschlafen hatte. Ab der dritten Nacht hat Sascha darauf bestanden, das Licht auszumachen und ich habe langsam auch besser schlafen können. Die Tage waren eigentlich nie wirklich gleich, wir haben Besuch bekommen, die Hebamme war ganz viel da und hat uns beruhigt und unsere Fragen beantwortet. Aber es klappte immer besser und wir haben uns ganz langsam an uns alle gewöhnt. Pünktlich zum 1. Wöchigen Geburtstag hat Lissy dann auch den Rest ihrer Nabelschnur verloren, worüber wir mächtig stolz waren und froh, denn das Ding hat wirklich ziemlich gestunken:-D

 
Kurz zu mir:
Ich war am Freitag auf der Waage und hatte 70,3kg (also nur noch 3-4kg zum Gewicht vor der Schwangerchaft). Ich finde es wirklich erstaunlich wie schnell mein Körper sich zurück bildet und man eigentlich kaum mehr was sieht von der Schwangerschaft. Ich merke zwar, dass meine Hosen noch ziemlich eng sitzen, aber ich passe immerhin schon wieder in die Hosen rein, nach einer Woche! Mein Wochenfluss ist noch ziemlich stark gewesen und ich kann nicht wirklich sitzen und lange stehen. Vor allem mit Lissy auf dem Arm ging es die erste Woche nur maximal 5-10min, dann tat mir alles untenrum weh. Ich hatte auch ziemliche Kreislaufprobleme und konnte keine großen Mahlzeiten essen. Eigentlich fühlte ich mich wie nach einer Operation. Nur dass ich mega Appetit auf Süßes habe, zum Glück hat Sascha einen Vorrat an Schokolade gekauft.

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