Sylvia Plath "Die Glasglocke"

Worum gehts:
»Es war ein verrückter, schwüler Sommer, dieser Sommer, in dem die Rosenbergs auf den elektrischen Stuhl kamen und ich nicht wusste, was ich in New York eigentlich wollte.« Die Collegestudentin Esther Greenwood, von Preisen und Stipendien überhäuft, verbringt im »schwarzen Sommer« von 1953 einen Monat als Volontärin einer Modezeitschrift in New York. Schonungslos protokolliert sie ihre Existenzkrise.


Meine Meinung:
Sylvia Plath ist meine Ikone. Den Roman habe ich schon mit Anfang 20 gelesen und es zu meiner Bibel gemacht. Das Leben, was sie beschreibt, war meines: Selbstzweifel, Gesellschaftskritisch und müde vom ganzen Getue und es fehlte der Sinn zu leben. Ich liebe dieses Buch, es gibt kein Besseres, welches die Tristesse der patriarchalen Ideen beschreibt. Wir alle sollen kleine Heimchen sein, die immer kochen, putzen und auf die Kinder aufpassen, aber auch ja selber Geld verdienen, wer hat bei dem Gedanken nicht Lust sich das Leben zu nehmen? Dieses Buch ist eine Hommage an die Frauenbewegung und eine Erinnerung, dass wir noch gar nicht wirklich weiter sind als zur Zeit von Sylvia Plath. Hoffen wir nur, dass wir nicht unseren Kopf in den Ofen stecken müssen. 

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