John Steinbeck "Früchte des Zorns"

Worum geht es:
Das Buch beschreibt das Schicksal der Familie Joad, die ihre Farm in Oklahoma aufgrund der hohen Pachtgebühren aufgibt und sich in einem Gebrauchtwagen auf den Weg nach Kalifornien macht, weil ihnen dort das große Glück und viel Arbeit versprochen wird. Trotz des Optimismus der Mutter bricht die Familie auf der Reise immer mehr auseinander. Der Neuanfang in Kalifornien wird ihnen nicht leicht gemacht, sie werden als Eindringlinge behandelt und müssen für Hungerlöhne arbeiten. Ob der Familie der Sprung aus der Armut gelingt, wird nicht aufgeschlüsselt.


Meine Meinung:
Man muss sich wirklich einlesen und ein hartes Fell haben. Dieses Buch schildert ohne Auschmückungen die existenzielle Not der Farmer im Südwesten Amerikas in den 1930er Jahren. Wie diese Familie sich immer wieder aufrappelt und alles versucht um anerkannt zu werden und für ein besseres Leben kämpft, ist erstaunlich und beeindruckend, aber auch traurig und unfassbar, wie wenig Hilfe sie bekommen. Es ist klar und deutlich geschrieben, teilweise möchte man schreien aufgrund der Bilder, die er beschreibt. Die letzte Szene des Buches, in der die Tochter nach ihrer Totgeburt einen armen Bettler ihre Brust reicht, um ihn zu ernähren, macht die Not deutlich. Dieses Buch ist nicht nur ein Roman, sondern eine Sozialkritik. Verdient mit dem Pulitzerpreis und später mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Unglaublich, dass ich vorher nie etwas von Steinbeck gelesen habe.







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