Bill Clinton "Mein Leben"

Worum gehts?
Der Titel verrät es ja:-) Bill Clinton berichtet über sein Leben.Er ist am 19.August 1946 in Hope, Arkansas geboren worden und wuchs bei seiner Mutter und den Großeltern auf, da sein Vater bei einem Verkehrsunfall gestorben war als er noch ein Baby war. Als er ein Teenager war, nahm er den Nachnamen seines Stiefvaters Roger Clinton an. Schon in der Schulzeit interessierte er sich politisch und nahm an der "Boys Nation" teil und traf in dem Zuge Präsident Kennedy im Weißen Haus. Diese Begegnung legte in ihm den Wunsch frei, selbst politisch aktiv zu werden. Er studierte in Georgetown und gewann das Rhodes-Stipendium, dass ihn für zwei Jahre nach Oxford brachte. Nach seinem Abschluss 1973 in Yale (Law School) startete er seine politische Karriere in Arkansas. Seine erste Kongresskampagne im Jahr 1973 verlor er. 1974 heiratete er Hillary Rodham Clinton und 1980 kam ihre einzige Tochter Chelsea zur Welt. 1976 wurde er Generalstaatsanwalt und gewann dann 1978 die Gouverneurswahlen. Er verlor die Wiederwahl und kehrte erst vier Jahre später als Gouverneur zurück. 1992 gewann er dann die Präsidentschaftswahlen gegen Bush zusammen mit seinem Vize Al Gore. 


Meine Meinung
Ich bin wirklich ein großer Fan von den Clintons und nachdem ich nun endlich auch das Buch durchgelesen habe (vor ein paar Jahren bin ich an den 1400 Seiten noch gescheitert), bin ich noch ganz beeindruckt, was er alles geleistet hat.

In seiner Amtszeit erreichte die USA den bisher größten ökonomischen Wohlstand, die niedrigste Arbeitslosenquote,die niedrigste Inflationquote seit 30 Jahren und den höchsten Stand an Eigenheiminhabern. Während der Clinton-Administration sank die Kriminalitätsrate und es gab weniger Menschen, die staatliche Hilfe in Anspruch nehmen mussten. Die große Gesundheitsreform hat er aufgrund der Blockade der Republikaner nicht durchbringen können und die Amerikanern mussten acht Jahre warten bis Obama diese dann durchsetzte. Die Idee der einheitlichen Krankenversicherung ist im Übrigen noch viel älter und stammt noch aus der Amtzeit Jimmy Carters.
Außerdem erreichte er als einziger einen ausgeglichenen Haushalt, der sogar einen Überschuss produzierte, er reformierte das Bildungsystem, gab ein Gesetz zum Schutz von Eltern heraus, die auf ihre kranken Kinder aufpassen mussten, er schränkte die Handwaffengesetze ein und unterstütze die Umweltschutzkampagnen.

Besonders interessant fand ich seine Friedensanstrengungen in Nordirland und zwischen Israel/Palästina. Unglaublich eigentlich, dass die beiden Parteien wirklich kurz vor einem Friedensschluss standen. Irgendwie war mir das nicht mehr so in Erinnerung. Und schlimm ist auf, dass sie jetzt fast zehn Jahre später noch so weit entfernt sind, von dem Punkt an dem sie mal waren.

Auf jeden Fall ist es eine tolle Biographie, super interessant, aber man muss ein politisches Interesse haben, sonst wird es sicher schnell langweilig. Oh und für alle Sensationssüchtigen: die Lewinsky-Affaire wird nicht im persönlichen Detail zitiert, nur die politischen Folgen, die dieser Fehltritt für ihn hatten, zählt er auf.






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