Gesichtet...Doku, Truman Capote, Patrick Modiano uvm.

Endlich Freitag, das bedeutet bald ist Wochenende. Und für alle, die etwas Schönes lesen wollen gibt es ein paar neue Fundstücke aus der letzten Woche von mir. Diesmal ein paar mehr, also los gehts!

In der Mediathek von Arte habe ich mir die Dokumentation über die Girlie-Kultur angeschaut. Ich finde, sie ist wirklich sehenswert und man bekommt doch einige Erkenntnisse. Es geht um Erziehung, Geschlechterrollen und es wird ein wenig die Geschichte des Feminismus in den 90er Jahren angesprochen.

Im ZeitMagazin habe ich online die Meldung gelesen, dass in New York bisher unveröffentlichte Geschichten von Truman Capote gefunden wurden. Es handelt sich dabei um Geschichten aus seinen frühen Jahren. Ich bin wirklich ein großer Fan von ihm und hab mich gefreut, dass in der Zeit Printausgabe, die seit gestern erhältlich ist, vier seiner Geschichten abgedruckt wurden. Für alle, die mit ihm noch nicht vertraut sind, seine Klassiker "Frühstück bei Tiffany´s" oder "Kaltblütig" sind absolut empfehlenswert.

In der New York Times wurde diese Fotoreportage gebracht über die Frühstücksgewohnheiten von Kindern um den Globus verteilt. Es ist echt interessant zu sehen, was manche zum Frühstück verdrücken können. Und es ist ein netter Appell an alle neurotischen Eltern, die immer meinen Kinder dürften dies und jenes nicht essen. 

In New York wurde eine Zeitkapsel von einem Wallstreet-Herrenclub aus dem Jahr 1914 entdeckt. Wie cool ist das bitte? Ich wollte so was auch schon immer machen, vielleicht hab ich das damals sogar gemacht als Kind, ich kann mich nur leider nicht erinnern. Aber ich dachte mir, Sascha und ich sollten auch eine Zeitkapsel verstecken für spätere Generationen. Vielleicht ist das der Nerd in mir, aber das ist wirklich cool. Wirklich aufregende Sachen waren übrigens nicht drin. Aber ich fand den Satz aus einem Brief von einem der Herren toll, "ich hoffe, das der Bürgermeister die Probleme der Stadt in den Griff bekommt" oder so ähnlich. Süß, ich konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Jedes Jahr um diese Zeit bin ich ganz gespannt, wer den Literaturpreis bekommt. Als kleiner Bücherwurm ist das für mich die spannendste Kategorie. Und tada das erste Mal geht der begehrte Preis an Frankreich. Ich persönlich kannte ihn nicht, aber was über ihn geschrieben wird ist doch sehr sympathisch. Er soll der Marcel Proust unserer Zeit sein. Da ich gerade Proust lese, fand ich das interessant, dabei meinen die Kritiker anscheinend nicht die Art der Schachtelsatzschreibung, sondern es geht um das Schreiben über Erinnerung und gegen das Vergessen. Besonders reizend fand ich auch, dass Modiano ein menschenscheuer Mensch sein soll, der nicht mal den Telefonhörer abgenommen haben soll, als das Komitee ihn als Kandidat vorgeschlagen hat. Und ich fand auch die Pressekonferenz gestern herzlich, ganz schüchtern stand er da und war verlegen. Ach ich mag solche Zurückhaltung.

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