[gelesen] Mary McCarty "Die Clique"

Worum gehts? (Klappentext)
ES ist das Jahr 1933. Im Vassar-College im Staat New York, dem vornehmsten Mädchen-College der Vereinigten Staaten, befindet sich unter den Absolventen auch eine Clique von acht Mädchen, die im Südturm der Main Hall zusammen gewohnt hatten. So unterschiedlich sie sind - sechs entstammen der Oberschicht des Landes, eine hat einen self-made Mann zum Vater, eine ist ein Eindringling aus dem fernen Westen - , von einer Überzeugung sind sie alle beseelt: es anders anzufangen als die Mamas und keinesfalls den nächstbesten Bankier, Börsenmakler oder Syndikus zu heiraten. Sie sind für Roosevelt und glauben, dass ihr New Deal ihr Land aus Verrottung und Stagnation herausreißen wird. Sie hätten es nicht nötig zu arbeiten, aber entschlossen etwas für den Wiederaufstieg Amerikas zu tun, wollen sie einen Beruf ergreifen und haben dafür alles vorbereitet. Lakey, sehr reich, sehr rassig, geht nach Paris, um Kunstgeschichte zu studieren, während Kay, Volontärin bei Macys, ganz unstandesgemäß in der St.-George-Kirche am Peter Stuyvesant Square den Theaterinspizienten Harald Petersen heiratet. Ohne Familiengepränge mit einem bescheidenen Lunch in einem Hotel und der gesamten Clique als Hochzeitsgäste. 
In einer Welt beherrscht von den Schlagworten der Männer und ihrer sich ausbreitenden Technologie, suchen die Vassar-Girls ihren Weg und zu ihnen gehört als neunte auch Norine, eine Außenseiterin vom gleichen Jahrgang.



Meine Meinung
Eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. So unglaublich ehrlich und mutig für die Zeit, in der es veröffentlicht wurde. Beim Lesen musste ich auch an die Situation der Frauen heutzutage denken. Auch wir sind perfekt ausgebildet, intelligent und begabt und trotzdem ist es noch immer schwer, sich in der von Männern dominierten Welt durchzusetzen. Irgendwie hat man doch auch heute noch das Gefühl, man muss sich zwischen Karrieren und Familie entscheiden, dass man eine schlechte Mutter ist, wenn man arbeiten möchte und eine schlechte Ehefrau ist, nur weil man genauso wie der Mann keine Lust hat, zu putzen, weil man auch ne 50h-Woche hinter sich hatte. Deshalb ist es so wichtig, mit seinem Mann über seine Wünsche zu sprechen und diese gemeinsam gleichberechtigt durchzusetzen. Ich finde einfach, dass dieses Buch unglaublich dazu anregt sich mit den zwischenmenschlichen Beziehungen und den Gesellschaftszwängen auseinander zu setzen. Vielleicht interpretiere ich auch zu viel hinein, aber ich fand es gedanklich bereichernd für mich.

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