Virginia Woolf "Ein eigenes Zimmer"

So gleich zu Beginn des neues Jahres gibt es auch eine neue Rezension von mir. Im Zuge meiner Gilmore-Girls-Challenge hab ich "Ein eigenes Zimmer" von Virginia Woolf gelesen. 

Worum gehts? (Klappentext)


Was brauchen Frauen, um ihre künstlerischen Fähigkeiten entfalten zu können? Bildung, finanzielle Unabhängigkeit und eine ungestörte Privatsphäre, "ein eigenes Zimmer". Mit scharfen Verstand, Witz und Ironie stellt Virginia Woolf ihre Überlegungen dazu an. Ihr Appell an die Frauen, sich selbst die Voraussetzungen für ihre Eigenständigkeit zu verschaffen, hat seit 1929 nichts von seiner Aktualität eingebüßt.

Meine Meinung
Den Namen Virginia Woolf kannte ich bis jetzt nur aus dem Film "Wer hat Angst vor Virginia Woolf" und den hab ich noch nicht einmal gesehen. Schlimm eigentlich, denn ich wurde von dem Buch wirklich überrascht. In einem Essay stellt sich Woolf der Frage "Frauen und Literatur". Und die hat es in sich. Ich wusste gar nicht, dass sie eine Feministin war, kann man sie so nennen? Ich denke schon. Sie gibt einen schönen Einblick in ihre Welt und Ansichten, warum Frauen Jahrhundertelang nicht als große Dichterinnen und Autorinnen aufgefallen sind. Austen, Bronte usw. sind dabei leider die Ausnahmen und ihr Fazit, Frauen hatten nicht die Möglichkeit, da sie erst seit wenigen Jahren selbst Besitz haben können, wählen und wirklich frei sein können. Vorher waren sie an den Mann und die Familie gebunden. Küche-Kinder-Kirche sozusagen. Wenn Frauen ihrer Meinung nach die gleichen Voraussetzungen gehabt hätten wie Männer, das bedeutet, Geld zu verdienen, dass ihnen und nicht dem Mann gehört, ein eigenes Zimmer hätten, in dem sie nicht abgelenkt und ihren Gedanken nachhängen hätten können, dann gäbe es heutzutage auch eine Dichterin Shakespeare. 
Ich fand die Gedanken unglaublich inspirierend und immernoch aktuell. Allerdings im Gegensatz zur Zeit von Virginia Woolf liegt es nun in der Hand der Frauen, die Dinge um zudrehen und aus den Möglichkeiten, die uns endlich offen stehen, das Beste herauszuholen und in die Geschichtsbücher einzugehen.
Ein tolles Buch und sehr empfehlenswert.

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