[gelesen] Jaqueline Susann "Das Tal der Puppen"

Worum gehts? 
Kurz nach Kriegsende 1945 kreuzen sich in New York die Wege von drei jungen Frauen, die auf unterschiedlichen Wegen im Showgeschäft ihr Glück suchen. Anne Welles, in einer Kleinstadt aufgewachsen und frisch vom College, hat einen Job bei einem Theateranwalt. In ihrer Nachbarin Neely o´Hara, die am Broadway Karriere machen möchte, findet sie eine Freundin, der sie auch bald zu einem Theaterengagement verhelfen kann. Bei dieser Revue lernen Anne und Neely Jennifer North kennen, die unglücklich in Tony Polar, dem Star der Revue, verliebt ist. Die naive Anne hingegen verliert ihr Herz an Lyon, den Partner ihres Chefs- trotz aller Warnungen vor seinem unstabilen Charakter. Sie verbringen eine kurze, leidenschaftliche Zeit miteinander, doch dann verschwindet Lyon aus Annes Leben, während Anne eine unerwartete Karriere als Mannequin beginnt. Doch das Showgeschäft fordert seinen Tribut...


Meine Meinung
Obwohl dieser Roman schon in den 60er Jahren geschrieben wurde, ist er für mich immer noch aktuell. Viel hat sich im Showgeschaft nicht geändert, denke ich. Es geht immer noch darum einen Star zu finden, der vor allem jung sein muss, um ihn zu biegen und zurecht zu stutzen. Die ganze Zeit musste ich beim Lesen an Leute wie Miley Cyrus und Lindsay Lohan denken, die so naiv gestartet haben und beide immer mehr in den Strudel aus Alkohol, Drogen und Selbstzerstörungswahn fallen. Das Buch war wirklich interessant. Ziemlich einfach geschrieben, aber dafür genau auf den Punkt, ohne Ausschmückungen. Unglaublich, dass die Frauen sich jede auf ihre eigene Weise selbst quälen und zerstören. Neely hätte ich am Liebsten genommen und geschüttelt, unglaublich. Und ziemlich traurig musste ich am Ende feststellen, dass meine Heldin Anne sich auch mitreißen lässt. Aber vielleicht muss so ein Buch ohne Happy End enden. Ein schönes Buch für zwischendurch, nicht wirklich anspruchsvoll, aber auch keine Groschenliteratur.

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