Dürer-Ausstellung im Städel-Museum Frankfurt

Wie bereits erwähnt, waren Sascha und ich gestern in der "Dürer"-Ausstellung im Städel-Museum in Frankfurt. Hochmotiviert, versuche ich gerade an meinen Vorsätzen dran zu bleiben und möglichst viel umzusetzen, der Besuch in der Ausstellung stand auch auf der Liste und da die Ausstellung nur noch bis Anfang Februar läuft, wollte ich schnell hin. 
Städelmuseum in Frankfurt

Hm, vielleicht erst einmal ein Lob auf den Online-Ticket-Verkauf, der hat uns nämlich eine 2h-Warteschlange erspart und das Museum ist wirklich toll restauriert und schön gemacht. Die Ausstellung an sich, man merkt es vielleicht, hat mich leider gar nicht überzeugt. Ich habe leider ein begrenztes Wissen an Werken von Dürer. Das einzige, was aus dem Kunstunterricht noch hängen geblieben ist, war das Rhinozeros, die Handstudien und das Selbstportrait Dürers. Ansonsten war ich leider ziemlich unwissend. Aber deshalb wollte ich ja in die Ausstellung, um etwas mehr zu erfahren und meinen Bildkorpus gedanklich zu erweitern. Leider passe ich mit diesen Wünschen nicht mehr ins Ausstellungskonzept moderner Kuratoren. Ich habe aber auch den Fehler gemacht und mir keinen Audioguide genommen. Nicht weil ich geizig bin, sondern, weil ich Dinge intensiver aufnehme, wenn ich sie lese statt höre. Ich finde, es mangelte stark an Informationen und wenn es Texte gab, waren sie so klein geschrieben, dass man sie nicht lesen konnte, weil man gar nicht so nah rangekommen ist, aufgrund der Menschenmasse. Durch die indirekte dunkle Beleuchtung und dadurch, dass der Text auf schwarz-grauen Grund geschrieben wurde, taten einem nach fünf Minuten schon die Augen weh. Auch Bilder in einem Halbdunkel anzuschauen ist nicht spaßig. Dann war der gesamte erste Teil der Ausstellung so schlecht klimatisiert, dass man am Liebsten sofort wieder raus wollte. Warm und stickig und alles in einer Abenddämmerung, ich fand es schrecklich. Der zweite Teil war etwas besser, aber auch hier fehlte mir der rote Faden. Ich kann nicht sagen, ob die Bilder chronologisch oder thematisch angeordnet waren. Es gab einfach viel zu wenig Erklärungen, meiner Meinung nach. Irgendwann hab ich mir dann einen Ausstellungskatalog geschnappt und siehe da, da gab es endlich ein paar Hinweise. Aber das ist für mich nicht der Sinn eines Ausstellungsbesuches. Aber gut.
Zu der Werkauswahl kann ich nicht viel sagen, wie gesagt, ich bin absolut kein Kunstkenner. Alles was über die Archäologie hinausgeht, ist nicht mehr mein Metier. Aber Sascha meinte, dass es keine typischen Dürer-Werke waren und nicht vergleichbar war mit der Dürer-Ausstellung, die vor ein paar Jahren in Berlin lief.
Aber ein Positives zum Schluss. Die Tickets waren nur 12€ und man konnte sich damit auch noch die Sammlung moderner Kunst anschauen. Tolle Werke von Kirchner, Renoir und Monet. Alles bis zum Kubismus ist meine Zeit, danach wird es mir zu abstrakt :-) Also von daher, war es ein kleiner Trost zum Schluss.

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