H.L.Mencken "My Life as Author and Editor"

Worum gehts? (Amazon review)


Any best-of list dealing with American political satire has to include H.L. Mencken, who was the country's leading social critic between the world wars. This volume of new material was written at the end of his life, well after his epochal days at the Smart Set and the American Mercury were over and his pro-German sentiments had driven him from the national stage. My Life as Author and Editor is taken from the immense unfinished manuscript that was deposited in the Enoch Pratt Free Library upon Mencken's death; in accordance with his wishes, the packet was not read for 35 years. To modern readers, it is not scandalous as much as fiercely opinionated; Mencken pulls no punches regarding the people he met and the life he led from 1896 to 1923. Fitzgerald, Dreiser, Pound, Joyce, and many others all pass under Mencken's gimlet eye. Along the way, plenty of the author's criticism is heaped on "Life in These United States," the stupidity and lack of sophistication that Mencken raged against his entire career. Better examples of Mencken's satire can be found, but as an introduction to the author's gruff charm and bombast, My Life as Author and Editor is well-suited. And, of course, it is a necessity for the devoted Mencken fan. --Michael Gerber

Meine Meinung
Ich habe die Amazon Review gerade das erste Mal gelesen und musste gleich mal beim ersten Satz wiedersprechen. Nicht, dass ich wirklich was zum Werk von Mencken sagen kann, immerhin war das ja "nur" ein Auszug aus seinem Leben, aber satirisch fand ich ihn nicht, aber gut, das kann sich ja noch ändern, denn auf der Liste steht als nächstes ja seine Chrestomathie.
Was mich an der Autobiographie am meisten gestört hat, und das muss ich einfach gleich am Anfang loswerden, war, dass er unglaublich selbstverliebt war und das auch offen geschrieben hat. In seinen Augen war er einfach ein toller Hecht, intelligenter und besser als der Rest der literarischen Welt und das ging mir irgendwann ein wenig auf die Nerven.
Ansonsten fand ich es wirklich amüsant an einigen Stellen. Alle großten amerikanischen Literaten scheinen verkappte Trinker gewesen zu sein. Bei keinem, den er vorstellte hat er nicht gesagt, dass er ein schlimmer Alkoholiker war. Bei anderen Dingen dachte ich mir immer, oh je, hätte ich das nur nicht gewusst wie z.B. Scott Fitzgerald, der natürlich auch Trinker, gehörte ja zur Etikette allerdings auch schwach gegenüber Frauen war und auf eine dumme Gans nach der nächsten reingefallen ist.
Im Vorwort wurde schon auf die Homophobie und den Antisemitismus der in dieser Autobiographie vorkommt hingedeutet. Ich fand viele Aussagen zu Juden und Homosexuellen auch sehr widerspruchswürdig, aber nun gut, über Tote soll man nicht schlecht reden, was mich aber extrem störte, war die Tatsache, dass er seine Äußerungen damit rechtfertigte, dass er ja auch jüdische und homosexuelle Freunde hätte und deshalb auch das und das sagen könne. Naja fand ich eher kritisch.

Alles in allem war die Biographie gut und interessant. Es gab mir einen guten Einblick in die Welt der 1910-1924 Jahre und war wirklich aufschlussreich.

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