Review "Das Adlon"

Huh jetzt ist schon wieder Donnerstag. Also ich muss sagen, der Januar ist so ausgebucht mit Uni-kram, dass ich einfach nicht zu den schönen Dingen komme und mein armer Blog etwas vernachlässigt ist. Hier nun aber eine kleine Review.
Quelle: ZDF

Eher zufällig haben Sascha und ich am Sonntag Abend das ZDF eingeschaltet. Wir hatten Lust auf einen Film und haben in der Fernsehzeitung gestöbert und sind auf "Das Adlon" im ZDF gestoßen. Als Berliner ein muss - die Frage stellt sich für mich gar nicht, denn ich freue mich jedesmal wie ein Keks, wenn ich Filme aus Berlin sehe und der Oh-da-war-ich-auch-schon-Effekt sich einstellt. Kurzer Exkurs: Eigentlich wollten wir den Film gemütlich vom Bett aus schauen über meinen Laptop (da er die besseren Lautsprecher hat) und ich muss sagen die ZDF Live Mediathek ist der letzte Mist. Und dafür bezahle ich fleißig GEZ, dass ich dann nicht mal online schauen kann. Was rege ich mich auf, ich kanns ja eh nicht ändern, ABER TROTZDEM!!!!!!
Nun gut, Sonntag also der erste Teil. Prinzipiell bin ich nicht der mega Fan von deutschen Filmen, einige sind ok, aber es gibt auch viele schlechte. Der erste Teil spielt zur Kaiserzeit und dreht sich um die beiden Familien Schadt und Adlon. Die Adlons planen ihr Herzensprojekt und bauen das Hotel. Die Tochter der Schadts bekommt ein uneheliches Kind, die Hauptprotagonistin aller Teile Sonja, welche Anfangs durch die Patenschaft Adlons und später direkt mit dem Hotel verbunden ist. Den ersten Teil fand ich unglaublich gut, vor allem die Tochter Alma Schadt (Maria Ehrich) und Lorenz Adlon (Burghart Klaußner) fand ich unglaublich überzeugend. Der zweite Teil spielt dann zur Zeit des ersten Weltkrieges bis in die Zwanziger Jahre - der Blütezeit des Adlon. Ich muss gestehen, dass mir nicht bewusst war, dass das Hotel so einen Ruf in der Welt hatte und so beliebt war. Was für Größen dort übernachtet haben, war der Wahnsinn. Was den Teil so schön gemacht hatte, war auf jeden Fall die schauspielerische Leistung der Sonja Schadt (Josephine Preuß). Ich fand sie so toll und hab ihr so gerne zugeschaut. Sie hat es geschafft, einmal das kleine naive junge Mädchen zu spielen aber später dann auch die erwachsene Frau - das fand ich toll. 
Der dritte Teil spielt dann vor allem in der Nazi-Zeit und der Nachkriegszeit. Und ich muss sagen, für mich war es der schlechteste Teil. Die Schaupieler haben mir viel zu sehr overacted, das hat mich dann etwas genervt. Und der Film hatte so viele Zeitsprünge, das ging mir teilweise zu schnell. Entweder hätte man noch einen vierten Teil machen können, oder aber einfach mit dem Brand zu Kriegsende aufhören können, denn damit war die glanzvolle Geschichte des Adlon ja auch zu Ende.
 
Insgesamt fand ich im Film schön, dass die Produzenten immer wieder Originalaufnahmen einfließen ließen. Mir läuft immer wieder ein Schauer über den Rücken, wenn ich Farbaufnahmen aus dem Dritten Reich sehe, da wird alles so wirklich finde ich, viel mehr als in Schwarzweiß.Ich fand vor allem die jungen Schauspieler toll, die haben mich überzeugt. 
Ich hab mich drei Abende lang wirklich gut unterhalten und würde den Dreiteiler jedem weiterempfehlen. ich glaub, man kann ihn ja noch in der ZDF Mediathek schauen. 


Kommentare

  1. Ja auch wir haben den Film gesehen und ich kann dir nur sagen,das er uns auch gefallen hat.Die Orginalaufnahmen aus den jeweiligen Zeiten waren auch für mich sehr beeindrucken..Im 3.Teil sind die Zeitabschnitte zu schnell behandelt worden,da wäre noch genügend Stoff für ein Teil 4

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Freitagslieblinge vom 28.Oktober 2016

Fastenzeit - Auf was ich die nächsten 40 Tage verzichten möchte