Leo Tolstoi "Krieg und Frieden"

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Der ein wenig plumpe, aber gutmütige und idealistische Pierre Besuchow, illegitimer Sohn eines wohlhabenden Grafen, ist mit Andrei Bolkonski befreundet, einem ebenso zweiflerischen wie scharfsinnigen Denker. Aus der Schlacht von Austerlitz zurückgekehrt, verliebt sich Andrei in Natascha, die bezaubernde Tochter des verarmten Grafen Rostow. Nachdem diese eine Affäre mit dem ruchlosen Lebemann Anatol Kuragin begonnen hat, nimmt Andrei an der Schlacht von Borodino teil, wird schwer verletzt und stirbt.
Pierre indes heiratet Anatols Schwester Helene, die in seiner Abwesenheit bei der Abtreibung eines unehelichen Kindes stirbt. Er wird Zeuge der Schlacht von Borodino, erlebt in Moskau den Einzug der napoleonischen Armee und beschließt, Napoleon zu töten. Sein Plan missglückt, und Pierre kommt in ein Kriegsgefangenenlager, wo er den Soldaten Platon Karatajew kennen lernt. In dessen bäuerlicher Weisheit findet er schließlich eine Antwort auf seine Fragen nach dem Lebenssinn, so wie er in Natascha später seine ideale Ehefrau erkennt.
Nataschas Bruder Nikolai seinerseits gibt, um seine Familie vor dem finanziellen Ruin zu retten, die Verbindung zu seiner Cousine Sonja auf und heiratet Andreis Schwester Marja, die nach dem Tod des Bruders über ein beträchtliches Vermögen verfügt. Obschon ihre Ehe weniger bewegt und erfüllt erscheint als die zwischen Pierre und Natascha, finden auch Nikolai und Marja zu einem zufriedenen Dasein.

Meine Meinung:
 Ich habe das Buch schon zum zweiten Mal gelesen, worauf ich wirklich stolz bin, denn das ist echt ein Klopper.Immerhin hab ich doch drei Monate gebraucht. 
Ich mag dieses Buch wirklich sehr vor allem, wegen der geschichtlichen Darstellung und der Schreibweise Tolstois. Man kann sich wirklich in die Welt hinein versetzen und genießt die Sprache des Buches. Ich fühlte mich hautnah dabei bei der Schlacht von Borodino, bei der Liebe Nataschas und Andrejs oder auch bei den etlichen beschriebenen Bällen. Schön fand ich auch, dass es abwechselnd zwischen den persönlichen Schicksalen der Figuren und den historischen Ereignissen her ging.
Manche Ausführungen fand ich wirklich zu lag, gerade wenn Tolstoi über seine Zeit philosophierte, das war mir zu lang, aber da kommt mein anti-philosophisches Ich heraus.
Was ich besonders interessant fand, waren Tolstois Berichte über die Flucht der Franzosen und wie alle versuchen ein militäriches Können in diese hinein zu interpretieren, was am Ende nur ein Bündel an Zufällen war, dass die Franzosen besiegt würden. 
Die Verliererin für mich ist Natascha. Durch einen kindischen Flirt verlässt sie ihre große Liebe Andrej, den sie zwar Jahre später wieder trifft, aber nur um ihn sterben zu sehen. Für mich ist die Liebe, die sie dann zu Pierre entwickelt eigentlich nur ein Schutz weiter zu leben, denn irgendwie gibt sie sich auch auf, ihre ganze Persönlichkeit, das fand ich schade zu beobachten, aber vielleicht war es auch ihre einzige Chance mit ihrem Schicksal fertig zu werden.
Pierre hingegen schafft es durch den Kriegsfeldzug zu einem neuen Leben zu finden, für mich doch sehr zu Unrecht, denn er tut dafür nichts. Am Ende wird er Kopf einer revolutionistischen Gruppe, hat die Frau, die er liebt und ein Leben wie er es sich wünschte.
















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